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    Gute Geschäfte mit Sicherheit

    Freitag, den 13. Mai 2011

    IT-Sicherheit, so Analystin Carla Arend vom Marktforscher IDC, “ist ein langfristiger Trend”. So sollen im Jahr 2006 weltweit mit Sicherheits-Hard- und -Software sowie mit Dienstleistungen 45 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden; 2001 waren es lediglich 17 Millionen US-Dollar.

    Netzwerker überlassen diesen boomenden Markt ungern der Menge an Appliances, Sicherheits-Software und anderen Partikularlösungen, wie Cisco-Manager Queisser sagt. Eine der zentralen Fragen in diesem Zusammenhang laute: “Wie kann ich durch Risk-Management bewirken, dass Unternehmen sicher agieren?” Daran arbeitet der Netzwerkprimus nach Kräften und hat mit seinem Programm “Network Admission Control” (NAC) bereits Sicherheitsanbieter an Bord geholt.

    “Unsere Kunden wollen zum Beispiel wissen, wie sie Prozesse im Netzwerk automatisch steuern können. Die Kostenersparnis, die sie dadurch in den nächsten zwei Jahren realisieren können”, sei ein mächtigeres Argument als der Blick auf den Preis der jeweiligen Komponente.

    Cisco vertritt eine “Premium”-Strategie in Sachen Komponenten, und Queisser ist sich sicher, die Kunden zu überzeugen durch “die Intelligenz, die in einem Netzwerk steckt und die sich immer mehr bemerkbar macht als realer, nachrechenbarer Vorteil.” “Sehen Sie sich die Applikationen an, die Geräte, auf denen sie laufen – dann wissen Sie, was Unternehmensnetze können müssen.”

    Für den Handel heiße deshalb die Botschaft, “auf der Basis profunder Kenntnisse in den Bereichen Routing, Switching und WAN-Access Wissen ausbauen und sich spezialisieren”. Denn wenn als Host “jeder webbasierende PC oder jedes Notebook auch nur vorübergehend fungieren kann”, muss das Systemhaus darauf eine Antwort haben. Die “weiterentwickelte Ende-zu-Ende-Story” nennt dies Queisser – natürlich Cisco-konform – und stimmt damit mit Anbietern wie HP überein, wo man mit “Adaptive Edge” gerade dasselbe anvisiert, oder auch 3Com, dessen Joint Venture mit Huawei endlich Enterprise-Früchte tragen soll.

    Aber auch Netzwerker Enterasys hat seine Switches mit dem Label “Trusted End-System Solution” (TES) versehen und ist mit Hilfe von Software-Anbietern wie Zone Labs and Sygate dabei, erste Produkte mit Port-basiertem Policy-Management anzubieten.

    So sind die großen Themen aller Switches-Anbieter Sicherheit, Management und Services – und das angesichts dessen, dass in Deutschland auch noch viele alte Netze erneuert werden müssen.

    Quelle: tecchannel.de

    Gruner + Jahr setzt auf bezahlte Online-Inhalte

    Donnerstag, den 12. Mai 2011

    Die zum Gruner + Jahr Verlag gehörende Zeitung Financial Times Deutschland (FTD) will für Internet-Inhalte ein mehrstufiges Bezahlsystem einführen. Dies berichtet der Branchendienst Kontakter in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Laut der Pressemitteilung des Kontakter sollen Nutzer der Online-Seite der FTD für Premium-Beiträge wie Analysen, Reportagen und Hintergrundberichte künftig zahlen. Reine Nachrichten sollen hingegen kostenlos bleiben.

    Das Bezahlmodell solle in Kürze starten, Einzelheiten wolle Gruner + Jahr am Montag auf einer Pressekonferenz vorstellen. Sollte das FTD-Modell erfolgreich sein, wolle der Hamburger Verlag auch bei Wirtschaftstiteln wie Capital, Impulse und Börse Online ähnliche Bezahlmodelle auflegen. Der Verlag lehnte gegenüber dem Kontakter eine Stellungnahme zu den Plänen ab.

    Gruner + Jahr ist nicht der einzige Verlag, der aktuell versucht, das Bezahlen von jahrelang kostenlos angebotenen Inhalten zu etablieren: Kürzlich startete die New York Times einen zweiten Anlauf mit einem ähnlichen teilweisen Bezahlsystem, wie es jetzt bei der FTD geplant ist. Den ersten Versuch hatte die New York Times nach zwei Jahren 2007 aufgegeben und wieder alles frei veröffentlicht. Einen alternativen Weg versucht die TAZ: Sie setzt seit einigen Wochen mit einem “taz zahl ich”-Button auf freiwillige Zahlungen ihrer Leser. (anm)

    Quelle: heise online